Geschichte der Pension
Das derzeitige Aussehen stützt sich auf den Stand des Schlösschens, das 1837 auf den Ruinen gebaut wurde und als administratives Gebäude zur Verwaltung der Güter der Familie Dlouhoveský diente. Einige Bauelemente sind bis heute deutlich zu erkennen.
Geschichte von Kraselov
Die erste schriftliche Erwähnung von Kraselov stammt zwar erst aus dem Jahr 1356, über die Besiedlung der hiesigen Landschaft durch den Herren Krasel und seine Burg (Festung) wurde bereits das neunte Jahrhundert erwähnt. Die Besitzer von Kraselov haben im Verlauf der Jahrhunderte oft gewechselt. Nach dem Einbruch des Buquoyheeres ließ ein gewisser Adam Záborský aus Brloh 1645 nicht nur die hiesige im Jahre 1384 gebaute Kirche des heiligen Laurentius renovieren, sondern baute auf den Trümmern der Festung ein Schlösschen und anbei eine Bierbrauerei. Aber nur fünfzig Jahre später wird dies alles vom Historiker und Geographen Balbín als Ruine beschrieben.
Das Geschlecht der Dlouhoveský
1679 wurde die Festung von Jan Ignác Dlouhoveský aus Dlouhá Ves, dem Prager Weihbischof und dem Propst des Domkapitels des Veitsdoms in Prag, gekauft. Dank einer Zusammenfügung mit der Gemeinde Němčice konnte ein Familiengut entstehen.
Die jetzige Gestalt des Schlösschens stützt sich auf das Aussehen vom Jahre 1837, als das Gebäude auf den Trümmern errichtet wurde und als Verwaltungsgebäude der Güter des Geschlechts der Dlouhoveský diente. Einige Bauelemente sind bis heute deutlich. Architektonisch bedeutend ist die Einfahrt in den Hof Kraselovský dvůr, die ein Frühbarocktor mit einem Volutenüberbau samt Gemälde von Johannes Nepomuk und dem Wappen des Geschlechts der Dlouhoveský bildet.

Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Schlösschen vom Staatsgut und einer nachfolgenden Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft so genutzt, dass das Schlösschen in den 1990er Jahren in desolatem Zustand war.
Zurzeit erfuhr zumindest ein Teil des ursprünglichen Hofes eine aufwendige Renovierung und die ehemalige Festung kann ihre Gäste als Pension Zum heiligen Johannes begrüßen. Warum diese Bezeichnung? Rechts von dem bereits erwähnten Tor steht nämlich auf dem Dorfplatz von Kraselov eine Statue von Johannes Nepomuk.
Der Hof von Kraselov – ursprüngliches Aussehen
Bilder vom Anfang des 20. Jahrhunderts
Die Pension - vor der Rekonstruktion
Aussehen der Pension vor den Rekonstruktionsarbeiten 2003
Die Pension – vor und nach der Rekonstruktion